Sehen verstehen!

23 Jan

Heutzutage kann fast jeder fotografieren, da jeder eine Kamera in seiner Hosentasche trägt. Ich gebe zu, ich mache auch jeden Tag Fotos mit meinem Telefon, aber ich muss zugeben, dass ich sehe, dass mein Telefon eher nur zum Telefonieren benutzt werden sollte.  Nachfolgend versuche ich Ihnen bildlich zu erklären, wie Sie Ihre Smartphone-Portraits mit ein paar Tricks verbessern können, aber warum man für gute Fotos einen Fotografen bzw.  eine Werbeagentur beauftragen sollte.

Dazu haben wir ein Foto von mir aufgenommen – ich diene gerne als ein Versuchskaninchen.

Onworks Smartphone ohne Aufheller

Onworks Smartphone ohne Aufheller

Das erste Foto haben wir mit einem Telefon aufgenommen, so wie man das „normal“ machen würde. Man sieht, dass die Qualität des Fotos recht schwach und die Farben recht blass sind.
Dazu ist das hinter mir stehende Regal recht deutlich abgebildet, was den Betrachter von meiner Person ablenkt. In diesem Fall ist das auch besser so, da ich hier noch ohne meinen ersten Kaffee stehe und mein Gesichtsausdruck eine genauso grausame Qualität  hat wie das Foto.

Jetzt haben wir getrickst.  Wir haben auf der rechten Seite, leicht von unten, einen Aufheller eingesetzt.

Onworks Smartphone mit Aufheller

Onworks Smartphone mit Aufheller

Onworks nutzt einen Faltreflektor von Walimex. Das einfachste Model dieses Reflektores kriegt man schon für knappe  13 Euro.

http://www.foto-walser.biz/shop/Artikel/3428/442/Faltreflektor_walimex_Doppelreflektor_silber_gold_30cm.htm

Man kann aber alles einfacher machen und das Gesicht mit einer weißen Pappe aufhellen. Je größer die Pappe, desto bessere Ergebnisse. Wenn Sie ihre Fotos in der Sonne machen entstehen unschöne natürliche Schatten, die man auch mit einem Aufheller reduzieren kann.

Man kann es auf dem Foto sehen sehen, dass mein Gesicht mehr Plastizität bekommen hat (und ich hatte bereits meinen ersten Kaffee im Blut). Außerdem werden durch den Aufheller die Kontraste verstärkt.  Mehr kriegen wir leider an dieser Stelle mit dem herkömmlichen Smartphone nicht hin.

Wir steigen um auf eine kompakte Kamera und machen ein Foto im Automatikmodus. Da es ein bisschen dunkel ist, versucht die Kamera zu blitzen. Und das ist das Ergebnis.

Kompaktkamera mit Blitz

Kompaktkamera mit Blitz

Die Qualität des Fotos ist wesentlich besser jedoch bildet sich hinter meinem Kopf ein unschöner Schatten. Die Kompaktkameras blitzen frontal, was wieder den Verlust der Plastizität verursacht  Alles sieht flachgebügelt und fleckig aus. Dann probieren wir mit dem gleichen Aufheller-Trick. Wir unterdrücken auch den Blitz – das geht natürlich nur, wenn es doch hell genug ist.

Kompaktkamera ohne Blitz mit dem Aufheller

Kompaktkamera ohne Blitz mit dem Aufheller

Das sieht ganz schon in Ordnung aus, was uns aber noch stört ist das zu stark abgebildete Hintergrund und das ganze Foto ist irgendwie langweilig korrekt.

Wir steigen wieder um und nehmen eine professionelle Spiegelreflexkamera mit einem lichtstarken Objektiv, das uns ein Freistellungseffekt des Hintergrunds ermöglicht.

Canon 5d ohne Blitz mit Canon 50mm 1.2 Objektiv

Canon 5d ohne Blitz mit Canon 50mm 1.2 Objektiv

Sehen Sie das Gitter hinter mir? Er ist viel weicher geworden und man versteht das Foto als ein Porträt, wo meine Person im Vordergrund steht. Da brauche ich keinen Kaffee mehr, um recht frisch zu wirken – da ich ja mit dem Hintergrund nicht mehr um die Aufmerksamkeit kämpfen muss. Hier bin ich die Hauptfigur auf dem Foto.

Wir können das aber natürlich noch verbessern und versuchen alles aufzuhellen.

Canon 5d mit dem Aufheller

Canon 5d mit dem Aufheller

Das Foto sieht schon natürlich aus und könnte so belassen werden… wenn nicht das Problem, dass wir Perfektionisten sind und sehen das Foto wieder als zu flach gehalten.

Wir ziehen die letzte Geheimwaffe aus dem Koffer raus  und setzten einen externen Blitz ins Spiel. Der Blitz kann gedreht werden und blitzt nicht direkt meine Person, sondern die Decke. Deswegen obwohl wir geblitzt haben, steht man den dunklen Schatten hinter meinem Kopf nicht. Die weiße Decke kommt nun als zweiter Aufheller zum Einsatz. Wir hellen die Person von unten mit dem Aufheller und von oben durch die Decke, bzw. durch den auf die Decke strahlenden Blitz auf.

Das perfekte Foto

Das perfekte Foto

Das ist das Foto mit dem wir zufrieden sind.
Nun kommt nur eine kleine Retusche, da wir auch in Photoshop verliebt sind.

Erstens kommen alle meine Haut-Unreinheiten weg…

Unreinheiten auf der Haut

Unreinheiten auf der Haut

Das Foto nach der Bearbeitung

Das Foto nach der Bearbeitung

…danach werden Augen und Haare geschärft, was dem Ganzen den letzten Glanz gibt.

Weitere Fotobearbeitung

Weitere Fotobearbeitung

Und wenn wir noch lustig drauf sind, dann schminken wir ganz leicht die fotografierten Personen, damit sie noch frischer aussehen.

Foto mit dem digitalen Makeup

Foto mit dem digitalen Makeup

Nun sind wir mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.
Nochmal einmal zum Vergleich, das erste Foto mit einem Smartphone und die Onworks-Qualität.
Sehen Sie den Unterschied? Bestimmt!

Onworks Smartphone ohne AufhellerFoto mit dem digitalen Makeup

Und das kommt dabei raus, wenn wir Feierabend machen und mit der Fotobearbeitung nicht aufhören können:
Ein perfektes Portrait mit dem Promi-Faktor. Nun wissen Sie, warum die Julia Roberts  auf die Strasse nicht zu erkennen ist. Sie existiert nur im Computer.

Promistyle

Promistyle

Viel Spaß beim Fotografieren wünscht Onworks.

P.S.: wenn Sie keinen Spaß mehr haben, sind wir für Sie da!

 

 

 

2 Responses to “Sehen verstehen!”

  1. Bals Birgit 24. Januar 2012 at 08:15 #

    Hammer!

  2. Birgit Neugebauer 2. Oktober 2012 at 10:29 #

    Dass Marta ein hübsches Mädchen ist, war doch schon immer klar!

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